Shopify ist längst nicht mehr nur die Plattform für den Einstieg. Neben vielen kleinen Shops laufen auch Marken darauf, die jeder kennt. Wer selbst vor der Plattformentscheidung steht, will meistens wissen: Trägt das System auch bei größeren Umsätzen?
Ein Hinweis vorweg, der bei solchen Listen sonst gern fehlt: Marken wechseln ihre Shop-Plattform. Tesla und Red Bull tauchten jahrelang in Shopify-Listen auf, heute laufen ihre Shops nachweislich auf anderen Systemen – und trotzdem schreiben Agenturartikel das voneinander ab. Wir haben deshalb jeden Shop unten selbst aufgerufen und im HTTP-Header, im Quelltext und über die Warenkorb-Route geprüft, ob wirklich Shopify dahintersteckt.
Stand: August 2026, alle Shops zuletzt geprüft am 29.08.2026.
Bekannte Marken aus dem deutschsprachigen Raum
- fritz-kola – der Shop der Hamburger Getränkemarke läuft auf Shopify (Store
fritz-kola-gmbh). - Ankerkraut – der Gewürzhändler aus Jesteburg verkauft über einen Shopify-Store (
ankerkraut). - waterdrop – die Marke für Trinkwürfel betreibt ihren deutschen Shop auf Shopify (
waterdrop-official). - Snocks – das Mannheimer Basics-Label nutzt Shopify (
snockssocks). - YFood – die Trinkmahlzeiten aus München werden über einen Shopify-Store verkauft (
yfood-labs).
Diese fünf sind keine Nischenprojekte, sondern Marken mit bundesweiter Bekanntheit – und sie decken vom Lebensmittel über Textil bis zum Abo-Modell sehr unterschiedliche Anforderungen ab.
Internationale Beispiele
- Gymshark – die Fitness-Marke fährt einen Headless-Aufbau, bei dem die Oberfläche eigenständig gebaut ist und Shopify im Hintergrund arbeitet. Über 1.000 Verweise auf
cdn.shopify.comim Quelltext zeigen, dass die Plattform auch dabei nicht verschwindet. - Kylie Cosmetics – die Kosmetikmarke betreibt mehrere regionale Shopify-Stores, unter anderem für Europa.
- Penguin Books – der britische Verlag verkauft Bücher und Merchandise über
shop.penguin.co.ukauf Shopify. - Allbirds – der Schuhhersteller läuft ebenfalls auf Shopify.
- Anheuser-Busch (u. a. Budweiser) – das Merchandise der Biermarken läuft nicht über einzelne Markenshops, sondern gebündelt über einen gemeinsamen Shopify-Store.
- The Economist – die bekannten Kalender und Notizbücher werden nicht mehr vom Verlag selbst, sondern vom Lizenznehmer Collins Debden über einen Shopify-Shop vertrieben.
Was du daraus für deinen Shop mitnimmst
Die Beispiele zeigen vor allem zwei Dinge.
Erstens: Shopify skaliert. Wenn eine Marke mit Millionenreichweite und Kampagnen-Peaks damit arbeitet, ist die Plattform kein Argument mehr gegen Wachstum. Große Shops laufen dabei in der Regel auf Shopify Plus, dem Tarif für höhere Volumina – funktional ist das dieselbe Basis, die du auch im Standardtarif bekommst.
Zweitens: Der Aufbau ist unterschiedlich. Ankerkraut und fritz-kola nutzen ein klassisches Theme, Gymshark eine eigene Oberfläche mit Shopify als Motor darunter. Es gibt also nicht den einen Weg – die Plattform gibt dir den Rahmen vor, nicht das Design.
Nicht mitnehmen solltest du den Umkehrschluss „Marke X nutzt Shopify, also passt es für mich“. Entscheidend sind dein Sortiment, deine Prozesse und deine Schnittstellen zu Warenwirtschaft und Buchhaltung. Genau das schauen wir uns gern mit dir an, bevor du dich festlegst – melde dich einfach.

