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Shopify Grundlagen

Welche Zahlungsmethoden gibt es bei Shopify?

Was du über Shopify Payments, Karten, Klarna und PayPal wissen musst – und warum die Wahl des Anbieters über deine Gebühren entscheidet.

PulseConnect3 Min. Lesezeit

Wenn du einen Shop mit Shopify aufbaust, stehst du irgendwann vor der Frage, welche Zahlungsmethoden du anbieten willst. Die Auswahl ist größer, als viele denken – und die wichtigste Entscheidung fällt nicht bei den einzelnen Methoden, sondern eine Ebene darüber: bei der Frage, über welchen Anbieter du abrechnest.

Zuerst die Grundsatzfrage: Shopify Payments oder externes Gateway?

Shopify Payments ist der in Shopify integrierte Zahlungsanbieter. Nutzt du ihn, zahlst du nur die Transaktionsgebühren für die Kartenzahlung – im Tarif Basic sind das rund 2,1 % plus 0,30 € pro Online-Zahlung (Stand: August 2026).

Entscheidest du dich stattdessen für ein externes Gateway, kommt zusätzlich zu dessen eigenen Gebühren noch eine Shopify-Transaktionsgebühr obendrauf: 2 % im Tarif Basic, 1 % bei Grow, 0,6 % bei Advanced und 0,2 % bei Plus (Stand: August 2026). PayPal und manuelle Zahlungsarten wie Vorkasse sind von dieser Zusatzgebühr ausgenommen, solange Shopify Payments aktiv ist.

Rechne das einmal auf dein Bestellvolumen hoch, bevor du dich festlegst – bei den üblichen Warenkorbwerten ist das kein Rundungsfehler.

Was du über Shopify Payments anbieten kannst

Für Shops in Deutschland stehen über Shopify Payments unter anderem zur Verfügung:

  • Karten – Visa, Mastercard, American Express, Maestro und UnionPay.
  • Express-Checkouts – Shop Pay, Apple Pay und Google Pay werden mit Shopify Payments automatisch aktiviert. Sie sind kein Zusatzprodukt, sondern schon da, sobald du den Checkout öffnest.
  • Klarna – Kauf auf Rechnung und Ratenzahlung lassen sich direkt aktivieren.
  • Lokale Methoden anderer Länder – etwa Bancontact, EPS, iDEAL, TWINT oder Przelewy24 für Kundschaft außerhalb Deutschlands.
  • Kryptozahlungen in USDC – optional zuschaltbar.

PayPal gehört nicht zu Shopify Payments, sondern wird als eigene Zahlungsmethode eingebunden. Das ist kein Nachteil, du musst es nur getrennt einrichten.

Klarna ist mehr als Rechnungskauf

Klarna wird oft mit dem Kauf auf Rechnung gleichgesetzt. Tatsächlich bündelt der Anbieter in Deutschland drei Varianten: Rechnungskauf, Ratenzahlung und „Sofort bezahlen“ (Pay Now). In Letzterem ist auch die frühere Sofortüberweisung aufgegangen – als eigenständige Marke und Zahlart gibt es sie nicht mehr, sie setzt heute ein Klarna-Konto der Käuferin oder des Käufers voraus.

Für dich als Händler ist vor allem ein Punkt relevant: Klarna prüft die Bonität und übernimmt beim Rechnungskauf das Zahlungsausfallrisiko. Du bekommst dein Geld also auch dann, wenn die Kundin nicht zahlt.

Wenn du Sofort ausdrücklich brauchst: Über Shopify Payments ist die Methode für Deutschland nicht gelistet. Du bildest den Fall entweder über Klarna ab oder über ein Drittanbieter-Gateway wie Mollie oder Stripe – dann allerdings mit der zusätzlichen Shopify-Gebühr.

Und der internationale Verkauf?

Die verbreitete Faustregel „für Auslandsverkäufe brauchst du Kreditkarte“ greift zu kurz. Die Währungsumrechnung hängt nicht an der Zahlart, sondern an Shopify Markets in Kombination mit Shopify Payments. Darüber verkaufst du in über 130 Währungen mit lokalisiertem Checkout, marktspezifischen Preisen, länderspezifischen Zahlungsmethoden und eigenen Steuerregeln. Die Karte ist dabei nur eine der Methoden, die in diesem Rahmen abgerechnet wird.

Wie viele Methoden sind sinnvoll?

Mehr Auswahl senkt Kaufabbrüche – aber nur bis zu einem Punkt. Sinnvoll ist eine Basis aus Karte, den Express-Checkouts und einer Rechnungsoption, ergänzt um das, was in deiner Zielgruppe tatsächlich nachgefragt wird. Schau dir nach ein paar Wochen an, welche Methoden im Shop-Bericht wirklich genutzt werden, und räume den Rest wieder aus dem Checkout.

Unterstützung beim Einrichten

Wir helfen dir, die passenden Zahlungsmethoden für deinen Shop auszuwählen und im Shopify-Admin einzurichten – inklusive der Frage, ob sich ein externes Gateway trotz Zusatzgebühr für dich rechnet. Melde dich einfach, wenn du das nicht allein durchrechnen willst.

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