Wenn du einen Shop auf Shopify planst, kommt die Preisfrage meistens früh. Die Antwort besteht aus drei Teilen: dem Tarifpreis, den Gebühren pro Verkauf und den Posten, die im Abo gar nicht drin sind. Der dritte Teil wird am häufigsten übersehen – und macht bei kleinen Shops schnell den größten Unterschied.
Alle Preise unten sind Nettopreise zzgl. 19 % Umsatzsteuer, direkt von der deutschen Shopify-Preisseite (Stand: August 2026).
Die Shopify-Tarife im Überblick
| Tarif | Monatlich zahlbar | Jährlich zahlbar (pro Monat) | Mitarbeiterkonten |
|---|---|---|---|
| Basic | 36 € | 27 € | nicht enthalten |
| Grow | 105 € | 79 € | bis zu 5 |
| Advanced | 384 € | 289 € | bis zu 15 |
| Plus | ab 2.100 € | – | unbegrenzt |
Die Jahreszahlung spart rund 25 %. Wenn du dir sicher bist, dass der Shop läuft, ist das die naheliegende Wahl – du bindest dich dafür für zwölf Monate.
Zum Einstieg bietet Shopify aktuell drei Tage kostenlos an, danach 1 € pro Monat für drei Monate. Die früher übliche 14-tägige Testphase gibt es nicht mehr. Drei Tage reichen zum Reinschauen, nicht zum Aufbauen – rechne damit, dass du die Euro-Phase mitnimmst.
Was die Tarife unterscheidet
Die Tarifnamen haben sich geändert: Aus „Shopify" wurde „Grow", die Zusätze „Shopify Basic" und „Advanced Shopify" führt Shopify nicht mehr. Inhaltlich unterscheiden sich die Stufen heute vor allem an drei Punkten:
- Transaktionsgebühren – der Posten, der mit dem Umsatz wächst
- Mitarbeiterkonten – Basic bringt keine mehr mit; zusätzliche Personen bindest du dort nur als Collaborator ein
- Reporting – erweiterte Berichte und benutzerdefinierte Auswertungen stecken in den höheren Tarifen
Was früher ein Argument für den größten Tarif war, ist heute keins mehr: Storefront übersetzen, Preise in lokalen Währungen anzeigen und lokalisiertes Verkaufen über Shopify Markets sind in allen Tarifen enthalten. Internationaler Verkauf ist kein Oberklasse-Feature.
Gebühren pro Verkauf
Der Tarifpreis ist nur die Grundgebühr. Bei jedem Verkauf kommt eine Zahlungsgebühr dazu – und das ist bei laufendem Betrieb meist der größere Block.
| Tarif | Shopify Payments (Karte online) | Zusätzlich bei Fremdanbietern |
|---|---|---|
| Basic | 2,1 % + 0,30 € | 2,0 % |
| Grow | 1,8 % + 0,30 € | 1,0 % |
| Advanced | 1,6 % + 0,30 € | 0,6 % |
Die rechte Spalte ist der Punkt, den viele unterschätzen: Wenn du einen anderen Zahlungsanbieter nutzt statt Shopify Payments, berechnet Shopify diese Transaktionsgebühr zusätzlich zu dem, was der Anbieter selbst nimmt.
Ein Rechenbeispiel: Bei 20.000 € Monatsumsatz zahlst du auf Basic rund 420 € Kartengebühr, auf Grow rund 360 € – eine Ersparnis von 60 €. Der Aufpreis von Basic auf Grow beträgt bei Jahreszahlung 52 € im Monat. Der Wechsel trägt sich hier also bereits über die Gebühren. Bei monatlicher Zahlung liegt der Aufpreis bei 69 €, dort kippt die Rechnung ab rund 23.000 € Umsatz.
Was nicht im Preis steckt
Diese Posten kommen obendrauf und tauchen in keiner Tariftabelle auf:
- Theme – kostenlose Themes gibt es im Theme Store, kostenpflichtige kosten einmalig extra
- Apps – der größte variable Block. Bewertungen, Abo-Verkauf, Rechnungen, erweiterte Filter: fast jede dieser Funktionen ist ein eigenes Monatsabo, und in Summe übersteigt das bei vielen Shops den Tarifpreis
- Domain – jährliche Gebühr, egal ob du sie über Shopify oder einen externen Registrar buchst
- Ladengeschäft – für den stationären Verkauf brauchst du POS Pro: 79 € pro Monat und Standort, buchbar zu jedem Tarif. Das hängt nicht mehr am Advanced-Tarif
- Einrichtung und Design – ob intern oder mit Agentur, das ist Aufwand, der im Abopreis nicht enthalten ist
Welcher Tarif passt
Starte auf Basic, wenn du unter etwa 17.000 € Monatsumsatz liegst und allein oder zu zweit arbeitest. Wechsle auf Grow, sobald die Gebührendifferenz den Aufpreis trägt oder du echte Mitarbeiterkonten brauchst. Advanced lohnt sich, wenn Umsatzvolumen und Reporting-Anforderungen es rechtfertigen – nicht wegen einer einzelnen Funktion.
Der Wechsel zwischen den Tarifen geht jederzeit. Du musst dich also nicht am Anfang festlegen, und zu klein anzufangen kostet dich nichts außer ein paar Prozentpunkten Gebühr.
Wenn du unsicher bist, welche Stufe zu deinem Sortiment und Umsatz passt: Wir rechnen das mit dir durch, bevor du dich bindest.

