Viele Unternehmen verkaufen heute über Shopify – vom Ein-Personen-Betrieb bis zur Marke mit mehreren Millionen Euro Umsatz. Aber worum handelt es sich dabei eigentlich genau, und was bekommst du für dein Geld?
Shopify ist ein gehostetes E-Commerce-System: Du mietest die Software, Shopify kümmert sich um Server, Updates und Sicherheit. Du baust darauf deinen Shop und passt die Funktionen an das an, was dein Geschäft braucht.
Welche Vorteile bietet Shopify?
Die wichtigsten Stärken lassen sich in drei Punkten zusammenfassen:
- eine Oberfläche, mit der auch Mitarbeiter ohne Technikhintergrund klarkommen
- ein All-in-one-System: Shop, Hosting, Zahlungsabwicklung und Bestellverwaltung aus einer Hand
- viel Spielraum für Anpassungen – über Themes, Apps und die Schnittstellen
Wer diesen Spielraum wirklich ausnutzt, braucht allerdings Zeit oder jemanden an der Seite, der das System kennt. Das erklärte Ziel von Shopify ist es, jedem den Aufbau eines Onlineshops zu ermöglichen – unabhängig von der Branche. Ein fertiger, gut laufender Shop ist damit aber noch nicht automatisch verbunden.
Shopify im Detail
Mit Shopify baust du eine Website – wahlweise mit oder ohne angeschlossenen Shop. Alles, was du für den Verkauf brauchst, steckt bereits im System: Produktverwaltung, Zahlungsabwicklung, Versandeinstellungen, Steuerlogik, Rabatte.
Dazu kommt der Verkauf jenseits der Website: Shopify POS verbindet den Onlineshop mit dem stationären Geschäft, sodass Bestand und Bestellungen an einer Stelle zusammenlaufen. Über Schnittstellen und Apps lassen sich Warenwirtschaft, Buchhaltung oder Newsletter-Tools anbinden.
Ein Shop ist dabei kein Muss. Du kannst Shopify auch für eine reine Info-Website nutzen, die nur dein Leistungsangebot zeigt. Dafür brauchst du allerdings mindestens den Tarif Basic – der günstigere Starter-Tarif enthält keinen vollwertigen Website-Baukasten. In der Praxis nutzen die meisten Unternehmen Shopify dann doch für das, wofür es gebaut wurde: um Waren zu verkaufen.
Was ist Shopify Plus?
Shopify Plus gibt es seit 2014 und ist damit keine Neuerung, sondern die Enterprise-Stufe im Tarifgefüge. Die reguläre Staffel besteht aus Basic, Grow, Advanced und Plus (Stand: August 2026: Basic 36 € pro Monat bei monatlicher Zahlung bzw. 27 € im Jahresabo, Grow 105 bzw. 79 €, Advanced 384 bzw. 289 €, Plus ab rund 2.100 € pro Monat). Der Mitteltarif, der früher schlicht „Shopify“ hieß, heißt heute „Grow“. Daneben gibt es Sondertarife wie Starter, Retail und Angebote für Enterprise-Kunden.
Ein verbreiteter Irrtum: Plus sei etwas für Shops mit besonders vielen Produkten. Das stimmt nicht – unbegrenzt viele Produkte sind in allen regulären Tarifen enthalten, auch im günstigsten. Plus grenzt sich über Umsatzvolumen und Komplexität ab:
- erweiterte B2B-Funktionen wie unbegrenzte Kataloge, Anzahlungen und Teilzahlungen
- anpassbarer Checkout über Checkout Extensibility und Shopify Functions
- Automatisierung, unter anderem mit Launchpad
- höhere API-Limits, mehr Mitarbeiterkonten, POS Pro für bis zu 200 Standorte
- dedizierter Support
Auch die Zahlungsabwicklung ist kein Unterschied zwischen den Tarifen: Shopify Payments steht in Deutschland in jedem Tarif zur Verfügung. Unterschiedlich sind nur die Konditionen. Die Zusatzgebühr bei Nutzung eines fremden Zahlungsanbieters sinkt gestaffelt von 2 % (Basic) über 1 % (Grow) und 0,6 % (Advanced) auf 0,2 % (Plus), die Kartengebühren von 2,1 % plus 0,30 € (Basic) über 1,8 % (Grow) auf 1,6 % (Advanced). Stand: August 2026.
„Die bessere Lösung“ gibt es also nicht. Es gibt nur den Tarif, der zu deinem Umsatz und zu deinen Anforderungen passt. Dieselbe Rechnung gilt für die Frage, ob du dich betreuen lässt: Wer das System ausreizen und sauber auf sein Geschäft zuschneiden will, fährt mit Unterstützung meist schneller. Wenn du wissen willst, was in deinem Fall sinnvoll ist – melde dich bei uns.

