Shopify wird gern als „All-in-One"-Lösung beschrieben. Für Shopfront, Checkout, Zahlungsabwicklung und Hosting stimmt das auch. Sobald du aber Bestände über mehrere Kanäle führst, Einkauf planst oder Rechnungen und Buchhaltung sauber halten musst, kommt ein zweites System ins Spiel: die Warenwirtschaft. Die spannende Frage ist deshalb nicht, ob Shopify alles kann, sondern wie gut es sich mit dem System verbindet, das du ohnehin einsetzt.
Welche Systeme sich anbinden lassen
Es gibt nicht das eine beste Warenwirtschaftssystem. Was passt, hängt von Sortimentsgröße, Lagerstruktur, Kanälen und Buchhaltung ab. Im deutschsprachigen Raum tauchen bei Shopify-Projekten vor allem diese Namen auf:
- JTL-Wawi – verbreitet bei Händlern mit eigenem Lager und Multichannel-Vertrieb
- Xentral – ERP für wachsende D2C-Marken, offizieller Shopify-ERP-Partner
- PlentyONE (ehemals plentymarkets) – Marktplatz-lastige Setups; die Anbindung läuft heute über die offizielle App im Shopify App Store
- Pickware, Actindo, Afterbuy, weclapp, Billbee – je nach Schwerpunkt Lager, Fulfillment, Marktplätze oder Auftragsabwicklung
Ein Hinweis zu einem Namen, der in älteren Artikeln oft in dieser Liste steht: Pimcore ist kein Warenwirtschaftssystem. Es ist eine Datenplattform für Produktinformationen und Content (PIM, DAM, MDM, CMS) – also die zentrale Quelle für Produktdaten. Bestandsführung und Beschaffung leistet Pimcore nur mit zusätzlicher ERP-Erweiterung. Für Lagerbestände und Nachbestellungen brauchst du ein echtes ERP.
Shopifys offizielle ERP-Programme
Seit Oktober 2021 betreibt Shopify ein Global ERP Program mit direkten Integrationen im App Store, unter anderem für Microsoft Dynamics 365 Business Central, Oracle NetSuite, Infor, Acumatica und Brightpearl. Ergänzend gibt es ein europäisches Local ERP Program; dort sind mit Actindo, Afterbuy, JTL, Pickware, plentymarkets (heute PlentyONE) und Xentral genau die Systeme vertreten, die im deutschen Handel gebräuchlich sind.
Für dich heißt das: Bei diesen Systemen musst du die Schnittstelle nicht selbst bauen lassen. Es gibt eine gepflegte Integration, die mit Shopify-API-Änderungen mitwächst – ein Punkt, der bei selbstgestrickten Anbindungen erfahrungsgemäß der teuerste ist.
Was die Kopplung im Alltag bringt
Verkauf und Einkauf sind ein Kreislauf. Läuft die Verbindung sauber, siehst du mit wenigen Klicks:
- wann Ware nachbestellt werden muss
- mit welchen Bestellmengen du kalkulierst
- wie sich Verkäufe pro Produkt und Zeitraum entwickeln
- wo Lager und Logistik noch Luft haben
Wichtiger als der Funktionsumfang ist die Frage, welches System die Datenhoheit hat. Werden Artikel im ERP gepflegt und nach Shopify geschoben, oder umgekehrt? Wer legt Preise fest, wer Bestände? Das einmal sauber zu entscheiden, spart später mehr Zeit als jede Zusatzfunktion.
Unterstützung bei der Anbindung
Du bist unsicher, welches System zu deinem Setup passt, oder die vorhandene Schnittstelle synchronisiert nicht zuverlässig? Wir schauen uns deine Abläufe an und sagen dir, was sich mit Standard-Integration lösen lässt und wo es individuelle Entwicklung braucht. Unsere Shopify-Agentur in Bremen ist auf E-Commerce spezialisiert – für bestehende Shops genauso wie für neue Projekte. Melde dich einfach für ein Gespräch.

