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Shopify Grundlagen

Was sollte man bei Shopify beachten?

Design, Zahlungsarten, Barrierefreiheit und Rechtstexte: die Punkte, die du vor dem Shop-Aufbau klären solltest, statt sie später zu reparieren.

PulseConnect3 Min. Lesezeit

Shopify ist so gebaut, dass du keinen Entwickler brauchst, um einen Online-Shop samt Website und Blog aufzusetzen. Viele Schritte erklären sich über die Menüführung von selbst.

Aufwandsfrei ist das trotzdem nicht. Gerade weil die Plattform so viel zulässt, stehst du am Anfang vor der Frage: Was will ich eigentlich? Die folgenden Punkte solltest du klären, bevor du loslegst – egal ob du neu aufbaust oder von einem anderen System migrierst.

Wie soll der fertige Shop aussehen?

Mach dir vorher Gedanken zum Endergebnis, sonst baust du dreimal. Hilfreiche Fragen:

  • Wie soll die Navigation aufgebaut sein?
  • Wie viele Artikel verkaufst du, und wie sind sie sinnvoll in Kategorien und Varianten geordnet?
  • Welche Inhalte brauchst du neben dem Shop – Blog, Ratgeber, Standorte, FAQ?
  • Welche Zahlungsmethoden willst du anbieten?
  • Gibt es eine bestehende Corporate Identity, an die sich der Shop halten muss?

In Stein gemeißelt muss das Ergebnis nicht sein. Ein grobes Grundgerüst spart dir später aber sehr viel Umbauarbeit, besonders bei der Kategoriestruktur – die hängt an SEO, Navigation und Filtern gleichzeitig.

Zahlungsarten: die Entscheidung kostet Geld

Diese Frage wird gern nach hinten geschoben, hat aber direkte Kostenfolgen. Nutzt du Shopify Payments, entfällt die zusätzliche Shopify-Transaktionsgebühr; verwendest du stattdessen ein Zahlungs-Gateway eines Drittanbieters, kommen je nach Tarif 2 % (Basic), 1 % (Grow) oder 0,6 % (Advanced) obendrauf. Für Online-Kartenzahlungen über Shopify Payments fallen 2,1 %, 1,8 % beziehungsweise 1,6 % plus 0,30 € an (Stand: August 2026).

Welche Zahlarten Shopify Payments in deinem Fall konkret abdeckt, prüfst du am besten direkt im Backend – das Angebot unterscheidet sich je nach Land und Branche.

Barrierefreiheit ist Pflicht

Der Punkt fehlt in älteren Ratgebern, ist aber inzwischen der wichtigste: Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Online-Shops, die sich an Endkunden richten, müssen barrierefrei sein. Ausgenommen sind nur Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz. Übergangsfristen gibt es für Online-Shops nicht, und es drohen Bußgelder von bis zu 100.000 €.

Praktisch heißt das: ausreichende Kontraste, bedienbar per Tastatur, sinnvolle Alternativtexte, saubere Formularbeschriftungen. Am günstigsten löst du das beim Theme-Setup – nachträglich ist es deutlich aufwendiger.

Rechtstexte, Theme und Apps

Drei Dinge, die man am Anfang gern unterschätzt:

  • Rechtstexte: Impressum, Datenschutzerklärung, AGB, Widerrufsbelehrung und Versand- und Zahlungsinformationen gehören in den Shop, bevor er live geht. Für die Inhalte brauchst du eine rechtliche Quelle, nicht das Standard-Template.
  • Theme: Das Theme entscheidet über Ladezeit, Struktur und darüber, wie leicht sich der Shop später erweitern lässt. Lieber ein gut gepflegtes Theme, das zu deinem Sortiment passt, als das mit den meisten Effekten.
  • Apps: Jede App kostet Geld und meistens auch Performance. Prüfe vor der Installation, ob Shopify die Funktion inzwischen selbst mitbringt.

Willst du das selbst machen?

Eine Agentur lohnt sich vor allem dann, wenn du Shopify nutzen willst, aber keine Zeit für Aufbau und Pflege hast. Bei uns kannst du selbst festlegen, ob du alle Shopify-Aufgaben abgibst oder nur einen Teil – vom Neuaufbau über die Migration bestehender Inhalte bis zur laufenden Betreuung. Schreib uns, wenn du ein Angebot für dein Vorhaben möchtest.

Shopify bleibt veränderbar

Ein Shop ist nie fertig. Aufbau und Inhalte lassen sich jederzeit an neue Produkte, Saisons oder Kampagnen anpassen. Wenn du mit einer Agentur arbeitest, sollte sich diese Flexibilität auch in deren Arbeitsweise widerspiegeln – sonst verschenkst du genau den Vorteil, für den du die Plattform gewählt hast.

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